2019

Summer School 2019 in Hanover

Vom 22. bis zum 26. Juli fand die Summer School 2019 zum Thema Resilienz und Goveranance in Hannover statt. Die Summer School ist Teil des seit 2017 vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Projekts HeKriS – Challenges of resilience in European cities. In HeKriS werden Planungsstrategien und kreative Maßnahmen entwickelt, um Herausforderungen der Resilienz von europäischen Städten zu bewältigen. HeKriS ist eine Kooperation zwischen der Leibniz Universität Hannover (LUH) und der Technischen Nationalen Universität von Athen (NTUA).

Hauptziel der Sommer School 2019 war es, auf der Basis eigener Analysen Planungsstrategien und Konzepte zu entwerfen. Diese sollen Lösungen für die Verknüpfung von Resilienz und Governance in der Stadt Hannover hervorbringen. Die dreizehn Masterstudierenden der LUH (Studiengänge Umweltplanung, Landschaftsarchitektur sowie European Master in Territorial Development) und die elf Studierenden der NTUA (Studiengang Architektur) entwickelten gemeinsam Konzepte und schlugen Maßnahmen für ausgewählte Gebiete in Hannover vor, die eines der zwei folgenden Themen fokussieren:

  • Wärmeinseln
  • Überschwemmungsgebiete.

Die oben genannten Themen stellen Herausforderungen für die Stadt Hannover dar und sind zu bewältigen, um eine widerstandsfähige Stadt innerhalb von Extremereignissen (z. B. 100-jährige Hochwasser) zu gewährleisten. Die Studierenden arbeiteten in fünf interdisziplinären und internationalen Teams und entwickelten in den ausgewählten Gebieten praxisnahe Lösungen. Sie experimentierten insbesondere mit Gestaltungskonzepten wie dem Pflanzen von Bäumen, dem Entsiegeln von Pflasterflächen, der Einführung von Gründächern und -fassaden sowie der Erschaffung von Zonierungen für die Überschwemmungsgebiete.

Präsentation von Julia Michalczyk mit dem Thema urban vulnerability © Greinke, Lena
Präsentation von Prof. Dr. Danielzyk mit dem Thema Territoriales Entwicklungs- und Planungssystem in Deutschland © Greinke, Lena

Die Summer School setzte sich aus mehrere Vorträgen und Exkursionen sowie intensiver Gruppenarbeit zusammen. Um ein besseres Verständnis für das komplexe Thema der Resilienz zu gewinnen, startete die Summer School mit Vorträgen sowohl von lokalen als auch von internationalen Forscherinnen und Forschern.

Der erste Vortrag der Sommer School wurde von Prof. Dr. Rainer Danielzyk (Professor am Institut für Umweltplanung und Generalsekretär der Akademie für Raumforschung und Landesplanung) gehalten. Mit dem Titel “Territoriale Entwicklungs- und Planungssystem in Deutschland” gab er einen umfassenden Überblick über das deutsche Planungssystem und Entscheidungsprozesse. Einen weiteren Input gab Prof. Dr. Lutz Katzschner von der Universität Kassel mit dem Titel “Wandel des Stadtklimas und der Stadtplanung”. Er erläuterte die Zusammenhänge des Klimawandels im urbanen Kontext.

Am zweiten Tag der Summer School präsentierte Julia Michalczyk von der Klimaschutzagentur Region Hannover ihre Masterarbeit zum Thema der urbanen Vulnerabilität in Hannover. Frau Julia Michalczyk erläuterte ihre Analyse von Hitzeinseln in der Stadt.

Zwei weitere Vorträge fanden am 23. Juli statt, die von zwei griechischen Professoren der NTUA gehalten wurden. Erstens diskutierte Prof. Dr. Thanos Pagonis die Herausforderungen für das zentrale Athen und teilte gesammelte Erfahrungen mit aus einem kürzlich abgeschlossenen Forschungsprogramm zur Regeneration des Lycabettus-Hügels. Er erwähnte dies als Beispiel einer resilienten Planung. Danach präsentierter Prof. Dr. Riva Lava verschiedene Projekte der NTUA. Die Projekte zielen darauf ab, die Bevölkerung und die Öffentlichkeit für die Insel Santorini zu sensibilisieren, die vor zahlreichen Herausforderungen steht – darunter physische Bedrohungen, Zersiedelung und massive Touristenströme. Schließlich stellten Herr Dirk Schmidt vom Klimabüro der Stadt Hannover und Dr. Frank Scholles vom Institut für Umweltplanung der LUH Entwicklungen des Klimawandels in der Stadt Hannover vor.

Zum Ende der Summer School fand eine gemeinsame Exkursion zu den Herrenhäuser Gärten statt. Prof. Dr. Wolschke-Bulmahn begrüßte die Teilnehmenden der Summer School und führte durch die Gärten. Während dieser Führung lernten die Teilnehmenden den Garten als wichtigen historischen Komplex der Stadt Hannover kennen.

Besuch der Herrenhäuser Gärten am Donnerstag © Snieg, Filip

Am letzten Tag der Summer School 2019 präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse und diskutierten sie im Plenum. Die Summer School 2019 brachte gute Ideen und Ergebnisse hervor, die das Ergebnis der harten Arbeit und des Engagements der Teilnehmenden innerhalb von fünf Tagen waren.

Beispiel: HannOVER.heat © Chen, Weijian; Rizou, Anna; Tsagkareli, Melina; Malesovas, Christos; Asgharzadekhorasanie, Lale

Beispiel: TR-ISLAND © Athanasiou, Athina; Deffner, Marina Aliki; Menking, Kendra; uitikanga, Fabrice; Tsigonias, Marios

Beispiel: RESI2 RICK © Breuste, Selma-Paulina;  Lee, Hee Jae; Kuritsyn, Ivan; Chouliaras, Angelos; Argyriou, Maria

Die DAAD Partnerschaft der zwei Universitäten wird mit der Exkursion der LUH Studenten nach Athen und Thessaloniki Anfangs September fortgesetzt.