2017

Exkursion nach Athen

Spannende Exkursion im Zuge des Forschungsprojektes „HeKriS“ nach Athen

Durch das Forschungsprojekt „Herausforderung Krisenfestigkeit europäischer Städte (HeKriS): Entwicklung planerischer Strategien und kreativer Maßnahmen“ wurde es einer Gruppe von Studierenden ermöglicht, sich vom 3. – 8. September 2017 in Athen ein Bild von getätigten Maßnahmen und zukünftigen Plänen zur Verbesserung der Krisenfestigkeit der Stadt zu machen. Gefördert und unterstützt wird die Exkursion durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Die Betreuung fand insbesondere durch Prof. Dr. Rainer Danielzyk von der Leibniz Universität Hannover (LUH) sowie Prof. Konstantinos Serraos und Maria Papaioannou von der Nationalen Technischen Universität Athen (NTUA) statt.

Thematisch behandelte die Exkursion Fragestellungen und Herausforderungen zur Sicherung der Krisenfestigkeit Athens gegenüber sozialen, wirtschaftlichen und vor allem natürlichen Ereignissen. Um einen ersten Überblick über die lokale Situation und die einzelnen Termine zu erlangen, wurden durch die Studierenden Referate ausgearbeitet, welche vor und während der Exkursion gehalten wurden. Bezüglich der Termine sind vor allem die Vorträge über die Metropolregion Athen und die Stadtgemeinde von Herrn V. Asprogerakas und Herrn Y. Evmolpidis hervorzuheben.  Nach diesem inhaltlichen Einstieg wurde das Stadtzentrum Athens in planerischer Hinsicht besichtigt. Als ein besonderes Beispiel wurde das „Stavros Niarchos Cultural Centre“ besucht, welches sowohl wirtschaftliche als auch kulturelle und ökologische Hintergründe und Funktionen vereint. Weiterhin bot sich die Chance einen Vortrag über Athens Rolle in dem Zusammenschluss „100 Resilient Cities“ und die daraus resultierenden Entwicklungsstrategien von Frau Prof. E. Myrivili anzuhören. Ein weiterer Termin war ein Vortrag im griechischen Umweltministerium bezüglich der Stadt- und Regionalverwaltung in Griechenland. Die hier von S. Psyhogios und D. Litsardou vermittelten Erkenntnisse konnten bei einer Besichtigung der infrastrukturellen Gegebenheiten der Küstenlinie Athens veranschaulicht werden. Im Zuge dieses Termins wurde auch folgendes Foto von der Exkursionsgruppe gemacht.

Gruppenfoto am Poseidon-Tempel © Michael Stelte

Die finalen Punkte der Exkursion beschäftigten sich zum einen mit der Insel Ägina und ihrem Zusammenhang mit Athen und zum anderen mit dem Hafengebiet Piräus, welches bedeutend für Athens wirtschaftliche Stabilität ist.

Hintergrund der Exkursion ist das Bestreben zum Wissensaustausch zwischen der LUH und der NTUA. Ermöglicht wird dieser im Rahmen der Hochschulpartnerschaft der hannoverschen Fakultät für Architektur und Landschaft und der Fakultät für Architektur aus Athen. Weitere Beispiele für den Austausch sind eine im Mai 2017 durchgeführte Summer School sowie eine Exkursion der griechischen Studierenden nach Deutschland.

In den kommenden Jahren werden weitere Exkursionen  forciert, um eine Sensibilisierung für die Thematik sowie einen vertiefenden Wissensaustausch zu fördern.

Exkursion nach Hannover und Hamburg

Exkursion zum Thema “Resiliente Europäische Städte” nach Hamburg und Hannover

Im Rahmen des Forschungsprogramms “Resiliente Europäische Städte” besuchten 25 Studierende der Fakultät für Architektur der Nationalen Technischen Universität Athen (NTUA) vom 22. bis 27. September 2017 Hamburg und Hannover. Die Exkursion wurde organisiert vom Stadtplanungs-Forschungsinstitut der NTUA und dem Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover. Die Betreuung erfolgte durch Prof. Konstantinos Serraos, ass. Prof. Panagiota Theodora und die Doktorandin Katerina Christoforaki. Gefördert wurde der Lehrausflug vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Hauptziel der Exkursion war es, das Verständnis der Auswirkungen von Umweltkatastrophen auf die urbane Infrastruktur der Städte zu erweitern.

Vor der Exkursion wurden umfangreiche Recherchen zu den Städten Hamburg und Hannover, hinsichtlich ihrer Geschichte, ihres wirtschaftlichen und sozialen Charakters sowie ihrer Umweltmerkmale und urbanen Beschaffenheit durchgeführt.

Die Recherche über die Umwelt erfolgte mit einem Fokus auf Faktoren wie die Gezeitenströme, den Anstieg des Meeresspiegels und die Erderwärmung, welche neben wirtschaftlichen und städtischen Wachstumsfaktoren die Schwerpunkte der Exkursion bildeten.

Am ersten Tag der Exkursion, während dem einleitenden Besuch der Innenstadt, besuchte die Gruppe den Bereich um das Hamburger Rathaus und begab sich entlang der Mönckebergstraße in Richtung Hauptbahnhof, um einen ersten Eindruck von Hamburgs Charakter, der Qualität der öffentlichen Infrastruktur sowie dem Verkehr von Fahrzeugen und Fußgängern in der Stadt zu bekommen.

Die Studierenden besuchen das Modell der Hafencity

Am nächsten Tag besuchte die Gruppe die Elbphilharmonie, die Hafencity und die City Nord. In der Hafencity erweiterte ein umfassender Ausflug das Verständnis für den historischen Hintergrund des Gebietes, seine Funktionen und Nutzungen sowie die ökologischen Herausforderungen, mit denen es im Laufe der Jahre konfrontiert wurde. Der Entwurf und die Entwicklung der Hafencity wurden analysiert, wobei die sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und städtischen Faktoren des laufenden Großstadtentwicklungsprojekts hervorgehoben wurden. Im Anschluss an die Hafencity wurde der Gruppe eine Führung durch das Geschäftsviertel City Nord geboten. Die Hauptaspekte waren dabei die Entwicklung des Gebietes in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Charta von Athen, der Ausbau des Gebietes durch große Bürogebäude und ausgedehnte Grünflächen, die Entwicklung als eine Wirtschaftszone sowie die lange Geschichte und die verschiedenen Zeiten, welche durchlaufen wurden, die Probleme, welche in dem Gebiet auftraten und letztendlich die erfolgreiche Zukunft als Geschäftsviertel für das 21. Jahrhundert.

Am dritten Tag besuchte die Gruppe das Viertel Steilshoop mit dem Ziel, ein Beispiel von Großwohneinheiten, welche in den 80er Jahren in den Vororten von Hamburg etabliert wurden, intensiver zu betrachten. Die Gruppe setzte den Ausflug fort in Richtung des Parks Fiktion, einem typischen Beispiel für einen kooperativ betriebenen Stadtpark.

Darüber hinaus reiste ein Teil der Gruppe nach Lübeck, um Unterschiede zwischen alternativen Ansätzen zur Entwicklung deutscher Städte der Nachkriegszeit zu untersuchen.

Am nächsten Tag wurde das Gebiet Wilhelmsburg und das Ministerium für Stadtentwicklung und Umwelt sowie die IBA Hamburg besichtigt. Schwerpunkte der Präsentation im Ministerium waren die städtebauliche Gestaltung Hamburgs, die Ergebnisse von Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie die Integration der Bunker-Infrastruktur in das städtische Konzept. Die IBA zeigte die Ansichten der Stadt zu nachhaltigen Gebäuden, während das Viertel Wilhelmsburg einen anderen Blick auf die Planung und Umsetzung des zeitgenössischen sozialen Wohnungsbaus gab.

Exkursion zur Internationalen Bauausstellung

Am Dienstag reiste die Gruppe nach Hannover, wo sie nach einem Gang durch die Stadt schließlich das neue Rathaus erreichte und dort an einer ausführlichen Diskussion über die Stadtentwicklung und den sozialen Charakter der Stadt teilnahm. Später hielt das Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover eine Präsentation für die Gruppe, in der ein umfassender Überblick über die Beteiligung der lokalen Bürger an der Stadtplanung und -entwicklung geboten wurde. Am letzten Tag der Exkursion hatte die Gruppe die Möglichkeit einige der Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und sich mit dem Fahrrad durch die Stadt zu bewegen.

Modell von Hannover