Was ist HeKriS?

Herausforderung Krisenfestigkeit europäischer Städte

Die Entwicklung „krisenfester“ bzw. resilienter Städte ist ein Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Entwicklung. So sollen Städte beim Eintreten von Krisensituationen (natürliche Katastrophen wie Hochwasser/Überflutungen oder klimabedingte Hitze-/Dürreperioden sowie gesellschaftliche Extremsituationen wie Finanzkrise oder Flüchtlingsproblematik) langfristig in der Lage sein, ihre gesellschaftlichen und ökonomischen Aufgaben zu erfüllen. In vielen Städten stellt sich jedoch, nicht  zuletzt vor dem Hintergrund der Finanzknappheit der öffentlichen Haushalte, die Frage, mit welchen Maßnahmen und in welcher Form die Krisenfestigkeit erhöht und erfolgreiche Strategien nachhaltiger Stadtentwicklung initiiert werden können. Hinzu kommt, dass vorsorgende Maßnahmen langfristige Investitionen bedeuten, die mit aktuellen Problemen und begrenzten Mitteln konkurrieren und deshalb häufig nicht umgesetzt werden. Hier bleiben Chancen für die Entwicklung resilienter bzw. krisenfester Städte oftmals ungenutzt, mit der Gefahr, dass vergleichbare Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt deutlich zeitintensiver und kostspieliger werden. Hier knüpft das Vorhaben an. Durch gemeinsame Lehr- und Forschungsaktivitäten wird angestrebt, (1) die Herausforderungen für eine nachhaltige und resiliente Stadtentwicklung in deutschen und griechischen Städten zu verstehen, (2) die planerischen Steuerungsmöglichkeiten und -instrumente zu analysieren und (3) entsprechende Strategien und Maßnahmen zur Umsetzung zu entwickeln und diese hinsichtlich der Übertragbarkeit auf andere Kontexte zu überprüfen.

Daher stehen im Rahmen der Hochschulpartnerschaft zwischen der Leibniz Universität Hannover – LUH (Fakultät für Architektur und Landschaft) und der Nationalen Technischen Universität Athen – NTUA (Fakultät für Architektur) folgende Fragen im Mittelpunkt des Austausches:

  1. Vor welchen Herausforderungen stehen Städte im Hinblick des Umgangs mit natürlichen Katastrophen und Ereignissen?
  2. Vor welchen Herausforderungen stehen Städte im Hinblick auf wirtschaftliche, soziale und demographische Veränderungen sowie der Finanzkrise?
  3. Was kennzeichnet eine krisenfeste/resiliente Stadt?
  4. Wie können Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft gemeinsam zur Etablierung und Umsetzung urbaner Krisenfestigkeit beitragen?

Gemeinsam werden im Rahmen der DAAD-Hochschulpartnerschaft zwischen LUH und NTUA verschiedene, sich gegenseitig ergänzende Maßnahmen und Formate durchgeführt, in denen verschiedene Zielgruppen in unterschiedlicher Konstellation (Bachelor- und Master-Student/innen, Doktorand/innen, Postdoktorand/innen sowie Professoren und Professorinnen) involviert sind, um den Austausch von Wissenschaft und Praxis im Bereich der “Strategien nachhaltiger Stadtentwicklung”; zu fördern. Zu den Formaten zählen Forschungsaufenthalte, Summerschools, Exkursionen und Praxis-Workshops.