Ziel

Ziel des Vorhabens ist es, griechische (und deutsche) Student/innen und junge Wissenschaftler/innen zu befähigen, integrierte Handlungsstrategien für die Gestaltung krisenfester Städte sowie neue und widerstandsfähige Formen der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren (Governance-Formen) zu entwickeln. Durch gemeinsame Lehr- und Forschungsaktivitäten der Partner wird angestrebt, (1) die Herausforderungen für eine nachhaltige und resiliente Stadtentwicklung zu verstehen, (2) die planerischen Steuerungsmöglichkeiten und -instrumente zu analysieren und (3) entsprechende Strategien und Maßnahmen zu entwickeln.

Gerade durch den angestrebten intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch können die Partner und insbesondere die involvierten Student/innen und jungen Wissenschaftler/innen voneinander lernen sowie neue Fähigkeiten/Kompetenzen hinsichtlich der Entwicklung nachhaltiger und krisenfester Städte erwerben. Mit Blick auf die urbane Krisenfestigkeit verfügen z.B. viele deutsche Städte u.a. über entsprechende Strategien (z.B. Energiekonzepte, Klimaanpassungsstrategien, etc.), institutionelle Strukturen (Klimaschutz-Leitstellen) sowie über Erfahrungen bei der Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Initiativen in Stadtentwicklungsprozesse (neue Governance-Formen). Doch nicht nur in Deutschland können auf urbaner Ebene Erfahrungen und Ansätze mit urbaner Krisenfestigkeit identifiziert werden, so dass sich insbesondere in der Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung der inhaltliche Austausch lohnt. In Griechenland gründeten sich z.B. als Reaktion auf die Wirtschaftskrise seit 2011 verstärkt alternative Aktivitäts-Organisationen, darunter Bürgerinitiativen, Produzenten-Konsumenten-Netzwerke, Zeitbanken, Kooperativen, NGOs, soziale Bewegungsorganisationen, Freiwilligenorganisationen etc., die sich für die Bedürfnisse marginalisierter Gruppe einsetzen (vgl. Kousis 2016, S. 51).